In der vergangenen Woche hat es auf unseren Facebook-Seiten eine lebhafte Diskussion über die neuen Wegweiser – Projekt „Info-Stelen“ – gegeben. Die allermeisten Kommentatoren konnten sich nicht so recht erklären, was die Verantwortlichen sich bei dem Projekt gedacht haben. Jetzt melden sich die Stadtchefs in einer Pressemitteilung zu Wort.

Bei dem Projekt – Kosten 18.000 Euro – handele es sich um einen „weiteren Baustein zur Attraktivierung der Innenstadt Alt-Wetter“, hieß es. Und es solle nicht das letzte seiner Art sein. Als nächstes plane man, „Touristen in die Stadt zu locken“. Prinzipiell keine schlechte Idee. Schließlich sind auf den neuen Dingern, pardon Stelen, nur touristische Informationen zu sehen – und die soll sich ja auch mal jemand ansehen.

Geplant ist, so war zu erfahren, am Ruhrtal-Radweg ebenfalls solche Wegweiser aufzustellen, die dann die Menschen in die Stadt „locken“ sollen.

Ob die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung nun ernsthaft glauben, dass Scharen von Touristen allein wegen der Wegweiser in die tote Stadt strömen, ist nicht überliefert. Selbst wenn sie es täten, würden sie wahrscheinlich nie wiederkommen.

Das fehlende Stadtentwicklungskonzept, das vor einigen Jahren an wenigen tausend Euro gescheitert ist, scheint in weitere Ferne gerückt als je zuvor…

 

Bild: Finden’s super: Bürgermeister Frank Hasenberg, Manfred Sell (Fachbereichsleiter Bauwesen) und Birgit Gräfen-Loer, Fachdienstleiterin für Stadtentwicklung. (Foto: Stadt Wetter)

 

 

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