Das Café am See heißt jetzt “Boje” und will in Zukunft um einiges cooler werden. Dazu hat der neue Betreiber einiges ausgedacht und auch einen Haken an so manche unschöne Geschichte aus der Vergangenheit des Lokals in bester Lage gemacht.

Die Gastronomie am See war einst das Prestigeprojekt der Politik. Eine Gruppe von „Investoren“, so die offizielle Sprechweise, hatte das schicke Gebäude am See unter der Leitung einer Architektin gebaut und zunächst selbst betrieben. Nach rund zwei Jahren entschieden die Hauseigentümer, das Objekt von einem Profi betreiben zu lassen.

Der neue Boss am See heißt Marc-André Walter und hat den Laden schon vor rund einem halben Jahr übernommen. Er wollte den Betrieb aber erst kennenlernen und dann entscheiden, in welche Richtung die Reise gehen soll. Diese Kennenlernphase sei nun zu Ende und „der Spaß kann losgehen“, sagt der sympathische 30-Jährige. Der gelernte Koch kam vor einem Jahr aus Dortmund nach Wetter und fühlt sich inzwischen „pudelwohl“ in unserem Städtchen.

Das neue Konzept am See klingt einfach und überzeugend: „Wir sind nun mal ein Ausflugslokal und wollen diesen Gästen entgegenkommen.“ Das Besondere am See sei eben, dass dort viele Radfahrer einen Zwischenstopp einlegten, die nur „mal eben“ ein Radler zischen wollten. Dazu kämen die Bedürfnisse der Eltern und Kinder, die bei schönem Wetter auf dem Spielplatz gegenüber Spaß haben. „Die wollen am liebsten ein Eis am Stiel und ein Getränk zum Mitnehmen. Das werden wir ab dem Frühjahr genau so anbieten.“ Auch die Außengastronomie wird in Zukunft etwas anders funktionieren. Hier bedienen sich die Gäste in Zukunft an einer eigenen Bar selbst – ganz zeitgemäß mit Flaschenbier (und anderen Getränken) und regelmäßigen Grillpartys.

Wer lieber bedient werden möchte, bekommt den klassischen Service nach wie vor im Innenbereich. Dort wird seit einigen Tagen auch wieder ein ordentliches Frühstück serviert. Das gibt’s täglich außer Montag ab 10 Uhr.

Neu sind auch die Öffnungszeiten: Täglich außer Montag ist ab 10 Uhr geöffnet. Abends ist um 18 Uhr Schluss. Der frühe Feierabend ist den langen Winterabenden geschuldet, in denen sich nur wenige Leute an den See verirren. Im Sommer will man bei schönem Wetter auch länger öffnen.

 

Unser Fazit

Wir waren – wie immer – auch inkognito da und haben uns manchen Kaffee servieren lassen. Die Leute waren immer sehr freundlich und der Kaffee gehört zu den besten in der Stadt. Für uns ist das Café am See am See immer noch eine der Top-Locations der Stadt. Mit dem neuen Betreiber sicherlich auch eine Option für jüngere Gäste.

Einfach mal hingehen und selbst eine Meinung bilden! 😊

 

Bild: Café-Chef Marc-André Walter (rechts) mit Team