Die örtliche Filiale des beliebten Lebensmitteldiscounters „Lidl“ hat am Montag begonnen, sein gesamtes Frischsortiment wegzuwerfen. Grund für die Aktion war ein zeitweiliger Ausfall der Kühlanlage.

Betroffen sind alle Produkte, die in den Kühltheken aufbewahrt wurden: Also Wurst, Käse und Milchprodukte. Die weggeworfenen Waren hätten gereicht, um hunderte Menschen für eine Woche zu versorgen.

Hintergrund der unverständlichen Situation sind Vorschriften, die eine ununterbrochene Kühlung der Produkte vorschreiben und natürlich die Sorge der Verantwortlichen, wegen  eventuell nicht mehr einwandfreier Produkte in Haftung genommen zu werden.

Aber mal ehrlich: Wenn man morgens allen Inhalt des heimischen Kühlschranks ins Wohnzimmer legt, sind die Lebensmittel am Abend selbstverständlich noch einwandfrei in Ordnung und können bedenkenlos gegessen werden. Warum tun sich dann die Händler so schwer, einen Stand vor der Tür auszubauen und die Produkte „auf eigene Gefahr“ zu verschenken?

Lidl erklärt dazu auf Anfrage, man fühle sich der Produktsicherheit besonders verpflichtet und nehme solche Produkte deshalb aus dem Verkauf. Auf unsere Idee des Verschenkens „auf eigene Gefahr“ ging das Unternehmen nicht weiter ein. Man arbeite aber seit Jahren mit den Tafeln zusammen und würde alle Lebensmittel, die noch verzehrfähig seien den Tafeln geben.

 

Anm. d. Red.: Unser Beispiel mit dem Essen im Wohnzimmer ist nur Bedingt zur Nachahmung geeignet. Einige Lebensmittel – z.B. Hackfleisch, Fisch, selbst gemachte Mayo u.a. – verderben bei Wärme innerhalb weniger Stunden und müssen tatsächlich sofort gegessen oder aber weggeworfen werden.

 

Symbolfoto / Archiv

 

 

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