Für die Mitarbeiter im Wetterschein Demag-Werk hat es am Donnerstag einmal mehr schlechte Nachrichten gegeben. Die Geschäftsleitung hat über die neuesten Zukunftspläne informiert. Demnach sollen rund 400 Arbeitsplätze wegfallen.

Die verbleibende Belegschaft soll sich mit deutlichen Lohneinbußen zufrieden geben, um – so die Strategen des Mutterkonzerns – eine Anpassung an die übrigen Produktionsstandorte zu erreichen.

Beobachter hatten diese Entwicklung nach der Übernahme des Wetterschein Traditionsherstellers von Krantechnik durch den finnischen Kone-Konzern erwartet. „Die haben den Laden in Wetter nicht gekauft, weil hier in der Stadt alles so schön grau ist“, sagt uns eine Mitarbeiterin. Vielmehr sei es den neuen Chefs um eine weltbekannte Marke gegangen. Die wolle man nun „ganz bestimmt“ irgendwo anders bauen, glaubt die Dame, die ihren Namen „lieber nicht“ in der Presse sehen möchte.

Das Unternehmen wollte diese vermeintlichen Pläne nicht bestätigen. In einer ersten Stellungnahme hieß es, man plane einen Stellenabbau, wolle sich zu den Details aber nicht äußern.

Jetzt sollen Verhandlungen zwischen Unternehmen, Betriebsrat und Gewerkschaft eine Lösung bringen. Am liebsten wäre den Arbeitnehmervertretern ein Tarifvertrag und eine Beschäftigungsgarantie.

 

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