Die komplette Feuerwehr Wetter wurde am Freitag um 01:14 Uhr zu einem Feuer in den Ruhrwiesen in Oberwengern alarmiert.

Bei Eintreffen der ersten Kräfte stand ein Teil des 20 x 10 m großen Gebäudes in Vollbrand. Teilweise war die Dachhaut bereits durchgebrannt. Im linken Teil der Remise waren ca. 120 Heu-, Stroh- und Silageballen gelagert. Im rechten Teil befand sich ein Freilaufstall für Rinder.

Hier hielten sich zum Zeitpunkt des Brandausbruches 17 Tiere auf, welche sich aber selbstständig, vor Eintreffen der Feuerwehr, auf eine angrenzende Wiese retten konnten. Hier wurden sie anschließend von den Einsatzkräften gesichert.

Zur Brandbekämpfung setzte die Feuerwehr zu Spitzenzeiten sechs C-Rohre und ein B-Rohr ein. Das Wasser für die Löschmaßnahmen wurde sowohl aus dem Hydrantennetz als auch aus einem angrenzenden Bach genommen. Hierzu mussten insgesamt ca. 1.000 Meter Schlauchleitung verlegt werden. Um das Brandgut ablöschen zu können, wurden ein Radlader und ein Bagger eingesetzt.

Für die Dauer der Löschmaßnahmen war die angrenzende Güterzugstrecke komplett gesperrt. Durch das zielgerichtete eingreifen konnten Zweidrittel des landwirtschaftlichen Gebäudes gehalten werden.

Neben den ehrenamtlichen Kräften der Feuerwehr waren ebenfalls der städtische Rettungsdienst, die Polizei sowie ein Notfallmanager der Deutschen Bahn vor Ort. Der Grundschutz für das Stadtgebiet wurde durch die Löscheinheiten Wengern und Grundschöttel sichergestellt.

Der Einsatz konnte nach guten sieben Stunden beendet werden. Zur Brandursachenermittlung wurde die Einsatzstelle von der Polizei beschlagnahmt.

Aufgrund der starken Rauch- und Geruchsentwicklung wurde gegen zwei Uhr über die Warn-App NINA die Bevölkerung gewarnt. Diese wurde gegen sechs Uhr wieder aufgehoben.

Aufgrund der langen Einsatzdauer wurden die eingesetzten Kräfte an der Einsatzstelle mit Kaffee und Gepäck durch Anwohner versorgt. Ein weiteres großes Dankeschön geht an das Backhaus in Witten, welche innerhalb kürzester Zeit und noch vor den regulären Öffnungszeiten 100 belegte Brötchen liefern konnten.

Gegen 10:00 Uhr wurden weitere Nachlöscharbeiten vor Ort erforderlich. Hierzu rückten erneut die Löscheinheiten Alt-Wetter und Grundschöttel an. Mithilfe des Baggers wurde das komplette Brandgut erneut umgeschichtet und mittels Wasser abgelöscht. Nachdem keine weiteren erhöhten Temperaturen mehr feststellbar waren, wurde die Einsatzstelle an den Eigentümer übergeben.

 

Einsätze am Donnerstag

Die Löscheinheit Alt-Wetter wurde am Donnerstagmittag um 13:33 Uhr zu einem ausgelösten Heimrauchmelder in der Rathenaustraße alarmiert. Eine Anwohnerin aus dem Erdgeschoss hatte das akustische Warnsignal aus einer Wohnung im ersten Obergeschoss wahrgenommen und richtigerweise die Feuerwehr alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Kräfte konnten zunächst von außen keinerlei Anzeichen eines Brandes festgestellt werden. Über die Steckleiter wurde ein Fenster der betroffenen Wohnung schadenfrei geöffnet und die Wohnung begangen. Hierbei konnten zwei Rauchmelder vorgefunden werden, welche ohne ersichtlichen Grund ausgelöst hatten. Weitere Maßnahmen waren nicht erforderlich und der Einsatz konnte nach einer halben Stunde beendet werden.

Der Löschzug III (Wengern / Esborn) und die Drehleiter der Feuerwehr Wetter (Ruhr) wurden am Donnerstagabend um 19:31 Uhr zu einem Kaminbrand in der Kirchstraße alarmiert. Anwohner meldeten eine Rauchentwicklung und Flammenschein aus einem Kamin von einer Gaststätte. Bei Eintreffen des ersten Löschgruppenfahrzeuges an der Einsatzstelle konnte zunächst von außen keine Feststellung gemacht werden. Über den Eigentümer des Gebäudes konnte ein Schlüssel organisiert werden, damit ein gewaltfreier Zutritt ins Gebäude möglich war. Hier wurden die Räumlichkeiten vorsorglich mit einem Messgerät und der Wärmebildkamera kontrolliert. Es konnten allerdings keine erhöhten Werte bzw. Temperaturen festgestellt werden. Nach erneuter Rücksprache mit einem Verantwortlichen für das Gebäude wurde die Gasheizung in dem Objekt abgeschaltet. Da keine weiteren Maßnahmen erforderlich waren, wurde der Einsatz nach einer guten Stunde beendet. Neben den ehrenamtlichen Einsatzkräften der Feuerwehr war noch der städtische Rettungsdienst vor Ort.

 

Fotos: Feuerwehr

 

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