Das diesjährige Seefest, geplant am 22. und 23. August, muss aufgrund der Corona-Pandemie und zum Schutz der BürgerInnen, der StandbetreiberInnen sowie der vielen erwarteten Gäste abgesagt werden. Das hat die Verwaltung am Mittwoch mitgeteilt.

Diese Entscheidung sei im Rahmen eines Dringlichkeitsbeschlusses (nach § 60 der Gemeindeordnung) getroffen, allen Ratsmitgliedern die entsprechende Vorlage im Vorhinein zugesandt worden. Dieser Beschluss sei „aktuell unerlässlich“, da derzeit nicht seriös zu sagen sei, wann der Höhepunkt der Pandemie erreicht ist und Großveranstaltungen wie das Seefest mit tausenden von Besucherinnen und Bewsuchern selbst bei einer positiven Entwicklung der Pandemie in absehbarer Zeit nicht mehr genehmigt werden könne.

Die Stadtverwaltung habe die StandbetreiberInnen bereits vorab informiert.

Aufgrund der umfänglichen Vorbereitungszeit des Seefestes, habe man zum jetzigen Zeitpunkt vor einer verbindlichen Auftragsvergabe eine Entscheidung treffen müssen, da viele Aufträge bereits jetzt schon hätten erteilt werden müssen. Somit hätten noch vor den Osterfeiertagen u.a. die Auftragserteilung für die Gestellung der Bühnen inkl. Technik, der Gestaltung der Bühnenprogramme, der Buchung der Künstlerinnen und Künstler sowie zur Sicherung der Strominstallation erfolgen müssen. Der Auftragswert allein hierfür habe rund 28.000 Euro betragen.Weiter Aufträge (Toiletten, Security) wären in Kürze erforderlich.

Eine Auftragserteilung zu Gunsten einer besseren Beurteilung der Gesamtsituation etwa auf den Juni zu verschieben, würde die Durchführung dieser komplexen Veranstaltung unmöglich machen, hieß es weiter. Dazu komme, dass bereits einige Vereine signalisiert hätten, dass sie zu ihrer Planungssicherheit jetzt eine Aussage zur Durchführung oder Absage des Seefestes benötigten. Ferner sei damit zu rechnen, dass aufgrund der bundesweit getroffenen Maßnahmen die heimische Wirtschaft ihre Sponsorengelder (die ein fester Teil der Seefest-Finanzierung sind) nicht werden leisten können.

Daher seien die Verwaltung und die Politik im Rahmen der Güterabwägung zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Festhalten an der geplanten Veranstaltung in der Hoffnung, dass zum geplanten Termin wieder Normalität eingekehrt sei, mit erheblichen Unsicherheiten verbunden wäre. Zudem ginge aus Sicht der Verwaltung und des Rates vor dem Hintergrund der Corona-Panemie und deren ungewissem Verlauf der Schutz der Bevölkerung vor.

 

Archivbild

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