Am Sonntag sind Kommunalwahlen und diesmal zählt jede Stimme – schließlich ist es wohl die letzte Chance für die Stadt, eine Wende anzustoßen.

Weitere fünf Jahre SPD-Herrschaft würde die Chance, die Stadt aus dem „grauen Loch“ zu holen, für Jahrzehnte minimieren. Der Autor geht davon aus, dass das bisher schon mehr als geringe Interesse von Investoren gegen Null sinken wird, wenn nicht sehr kurzfristig deutliche politische Veränderungen stattfinden. Schon jetzt ist bekanntlich kaum mehr jemand da, der in Wetter noch Geschäfte betreiben möchte.

Neben dem allgegenwärtigen Grau, den leerstehenden Ladenlokalen und einer beeindruckenden Planlosigkeit plagt die Wetteraner seit vielen Jahren ein desaströses Finanzmanagement, das von allen Bürgern über die kommunalen Steuern ausgeglichen werden muss.

Dass die Genossen von der SPD, die ja bekanntlich seit mehr als 70 Jahren in Wetter herrschen, zumindest die politische Verantwortung für das Eled tragen, hat inzwischen sogar manches Parteimitglied begriffen. Immer noch wenig diskutiert ist hingegen die mehr als merkwürdige Einstellung der Partei zu demokratischen Standards unseres Landes. So wird – nach alter DDR-Marnier – das ganze Jahr über Wahlwerbung für die Genossen gemacht – und dies oft mit zweifelhaften Methoden: Wahlplakate, die ganzjährig im Stadtgebiet herumstehen, Ratsentscheidungen, die mit äußerst merkwürdigen Pöstchen-Geschäften manipuliert werden, Einflussmahme auf Pressevertreter , Einschüchterung von Kritikern bis hin zu Boykottaufrufen gegen Kaufleute, die sich trotz eindeutiger Warnungen weigern, der Partei beizutreten. Die Liste ließe sich lang fortsetzen…

In jedem europäischen Land würden Beobachter der OSZE diese merkwürdige Partei als nicht demokratisch brandmarken und eine zumindest nicht faire Wahl attestieren. Dass so etwas mitten in Deutschland möglich ist, liegt vor allem an jenen Wählern, die jahrzehntelang offenbar ohne nachzudenken an der selben Stelle ihr Kreuz gemacht haben.

Dieser Kommentar ist deshalb quasi der „final call“ an alle Menschen in unserer Stadt, einfach mal nachzudenken und auch mit jenen alten Leuten zu sprechen, die noch immer die treuesten Wähler der SPD darstellen:

Geht Wählen und gebt eure Stimme einer demokratischen Partei!

Ja, auch der Autor dieses Beitrages weiß, dass sich die politischen Organisationen in Wetter nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben. Da waren viele, die einfach nur zugesehen haben und viele haben sogar mitgemacht.

Trotzdem: Wir leben (zum Glück) in einer parlamentarischen Demokratie und der Weg etwas zu verändern geht deshalb über die Arbeit in Parteien und Wählergemeinschaften. Es steht also jedem frei, nach der Wahl am Sonntag in die Lieblingspartei einzutreten und dort dafür zu sorgen, dass Schlafmützen und Mittäter von Spitzenpositionen verschwinden und dort Menschen arbeiten, die Bereit sind, etwas für die Stadt zu tun – statt für kleine Eliten.

 

Archivbild

Die Meinung des Autors muss nicht zwangsläufig der Meinung aller übrigen Autoren des Wetter Magazin entsprechen.

 

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