Sie kommen fast täglich und neven gewaltig: Die Autokäufer-Karten-Verteiler. Es sind Menschen mit unterschiedlichstem Migrationshintergrund und einer Spezialisierung auf den Export von älteren Gebrauchtwagen. Deren Handlanger fallen wie die Heuschrecken über ganze Parkplätze her und stecken an jedes Auto eine Visitenkarte. Drauf steht immer das gleiche: „Kaufe jedes Auto – Zustand egal“.

Ruft man tatsächlich an, erhält man meist ein derart schlechtes Angebot, dass man sich ärgert, überhaupt angerufen zu haben. Inzwischen kenn fast jeder diese Masche und schmeißt die Karten gleich in den Müll. Aber was hilft gegen die Kartenplage? Wir haben im Parkhaus des Ruhrtal-Centers die ideale Lösung gefunden: Die passende Fensterfolie, die gleich klar macht, ich verkaufe mein Auto ganz sicher nicht. Spar‘ dir die Karte! (Siehe Titelbild)

Die fliegenden Händler sind übrigens ganz legal unterwegs. Oft haben sie sogar ein Gewerbe, das ihnen den Handel mit Autos gestattet. Lediglich das Verteilen der bunten Kärtchern ist verboten und wird mit Bußgeldern geahndet. Die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen sei aber schwierig, erklärt uns eine Expertin der Verwaltung. Schließlch müsse man den Geschäftsinhaber ermitteln und der stehe ja nicht drauf auf der Karte. In jedem angezeigten Fall müsse man also einen großen Aufwand betreiben und nicht selten verliefen diese Ermittlungen dann doch im Sande.

Die Idee der unbekannten Autofahrerin aus dem Parkhaus scheint also die beste Lösung zu sein… 🙂

 

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1 Kommentar

  1. Beim lesen drängt sich die Frage auf, warum man auf den möglichen Migrationshintergrund der Kartenverteiler hinweisen muss. Würde eine Karte ohne Migrationshintergrund die Sachlage ändern? Ob hier ähnliche Ängste wie die vor orientalischen Handyläden auf der Kaiserstr. eine Rolle spielen?

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