Wir meckern ja immer wieder gern über die Wettersche Einheitspartei, „Die Spezialdemokraten“ (aka. SPD), weil sie halt in 70 Jahren Dauerregierung so ziemlich alles in den Sand gesetzt hat, was man da so hinein setzten kann. Bei nüchterner Betrachtung fällt allerdings auf, dass die anderen Parteien sich in der langen Zeit politischer Einfalt entweder selbst neutralisiert oder aber vor Kummer den Verstand verloren haben. Aber lesen Sie selbst: Über Straßenpflaster, das sich nachts schneller abnutzt…

Es war einmal .. ein sehr beliebter Gastronom im hübschen Dörfchen Volmarstein. Die Leute mochten ihn, weil er immer leckeres Essen zauberte. Egal ob es der schnelle Mittagstisch oder das Candlelight-Dinner am Abend sein sollte, immer hatte er eine passende Idee und die Leute kamen zahlreich.

Und weil der gastfreundliche Mann aus dem schönen Italien mitten im Dorf seine Gäste empfing, gerieten die immer wieder in Konflikt mit den königlichen Parkwächtern. Schließlich hatte die Verwaltung den Dorfplatz zur „Nur-bei-Tageslicht-Parkzone“ erklärt. Nach 18 Uhr war das Parken dort bei Strafe verboten.

Was sollte der Gastronom tun? Die Gäste drohten zu Konkurrenz zu gehen. Dort konnte man ohne Probleme in unmittelbarer Nähe parken. Weil dem Geschäft ernsthafte Probleme drohten, wandte sich der Gastronom an die Politik. Eine Politikerin kam, um sich das Problem anzuschauen und versprach, sich für eine Erweiterung der Parkzeiten bis in die Abendstunden einzusetzen.

Weil die zuständige Behörde das nicht allein entscheiden konnte, sollte die Politik sich mit der Frage befassen. So wurde der Vorschlag dann im zuständigen Gremium, dem Umwelt- und Verkehrsausschuss besprochen. Dort waren tatsächlich Vertreter aller politischen Geschmacksrichtungen anwesend – auch jene Politikerin, die versprochen hatte, sich für eine Änderung einzusetzen. Und nun raten Sie mal, was die lustige Runde entschieden hat. Genau, die haben einstimmig (!) beschlossen, dass alles so bleiben soll, wie es ist. Einstimmig ist deshalb lustig, weil die Dame, die sich kümmern wollte, schließlich gegen ihre eigene Idee stimmte. Aber es kommt noch besser – so eine politische Entscheidungen muss ja auch begründet werden…

Die Dorfpolitiker lehnten die Erweiterung der Parkscheibenregelung um wenige Stunden ab, weil sie befürchteten, die Pflasterung des Platzes, der ja nicht für Autos geplant worden sei, könnte verschleißen. Warum dieser Verschleiß nur im Dunkeln stattfindet, ist nicht überliefert.

Es ist sicherlich sinnlos darüber zu spekulieren, ob die Leute,  die solche Entscheidungen treffen, einfach nur weltfremd oder vielleicht auch komplett von einem anderen Stern sind. Es bleibt aber beängstigend sich vorzustellen, dass diese Leute die strategischen Entscheidungen für die Zukunft unsrer Stadt treffen.

Vielleicht sollten sich die verbliebenen demokratischen Parteien mal Gedanken über neues Personal machen. Ohne Zweifel braucht unsere Stadt jetzt jede Unterstützung für innovative Ideen und Unternehmen, die die Stadt ein Stück weit lebenswerter machen. Wenn wir die verbliebene Hand voll motivierter Leute mit Korinthenkackerei vergraulen,  wird das wohl niemandem helfen.

 

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2 Kommentare

  1. Wenn der Platz aber tagsüber bis 18:00 Uhr als Parkplatz deklariert ist, ist das ganze schon ziemlich unglücklich…
    Klar kann man auch laufen, keine Frage, aber von der Sache her ist ein bisschen schwanger doof 🙂

  2. Kann man nicht mal ein paar Meter laufen?
    Fahrt doch am besten gleich direkt ins Restaurant!!
    Muss man direkt vor dem Restaurant parken?
    Das man Menschen mit Gehbehinderung unmittelbar dort heraus lässt ist ja logisch.
    Ich kenne viele Restaurants wo man nicht direkt vor der Tür parken kann.
    Der Platz ist kein Parkplatz und wurde dafür nie vorgesehen. Dann ist das so zu akzeptieren.
    Also die These das Kunden zur Konkurrenz gehen weil sie nicht direkt vor der Türe parken können kann ich nicht für voll nehmen. Wenn eine Restaurant gut ist, dann ist mir das egal ob ich 10 Meter oder 100 Meter laufen muss.
    Und außerdem tut Bewegung nach dem Essen gut.

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