Ein zweitägiges Stadtfest hat am Wochenende für Farbe und ungewöhnlich viele Besucher in der Innenstadt gesorgt. Unter dem Titel „Straßenkunst-Festival mit Streetfoof-Markt“ hatte der Kunstverein „art-EN-reich“ einiges auf die Beine gestellt.

Nachdem der Verein in den vergangenen zwei Jahren bereits Open-Air-Veranstaltungen organisiert hatte, die dann eher Werbeveranstaltungen für die Partei waren und kaum jemanden in die Stadt gelockt hatten, rechneten wir auch in diesem Jahr mit dem Schlimmsten. Es kam aber anders…

Abgesehen von der überflüssigen Eröffnungsansprache einer Parteigenossin gab es wenig politisches – dafür aber viel ehrenamtliches Engagement. Mehr als 20 Vereine nutzen die Chance, eine breite Öffentlichkeit über ihre Arbeit zu informieren. Dazu gab es ein kleines Bühnenprogramm mit Bands und Künstlern aus der Nachbarschaft.

Auch hinter den Kulissen werkelten zahllose Helfer, die das Event durch ihre ehrenamtliche Hilfe erst möglich machten. Sie sorgten für Bühnentechnik, Energieversorgung und alle die Dinge, die die Besucher eher nicht wahrnehmen.

Kleines Highlight der Party war der vermutlich erste Festumzug in der jüngeren Geschichte der Stadt. Da zogen dann tatsächlich allerlei Vereine und Blaulichter durch die Kaiserstraße und begeisterten die zahlreichen Besucher am Straßenrand. Die Feuerwehr hatte sogar einen echten Oldtimer mitgebracht.

Unser Highlight war die Idee, ein bisschen Streetfood-Art nach Wetter zu bringen. Neben der üblichen Stadtfest-Bratwurst gab es diesmal auch trendiges: argentinisches, Burger, Pasta, Tapas, Klassiker wie Waffeln und Reibekuchen und noch viel mehr.

Im großen und ganzen war es ein gelungenes Experiment. Es hat gezeigt, dass die Wetteraner vieles erreichen können, wenn sie sich selbst darum kümmern. Vielleicht ein Anfang für die längst überfällige Revolution…

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