In den vergangenen Wochen und Monaten sorgte der geplante Bau einer KiTa in Wetter
Grundschöttel für Unmut. Das städtische Vorhaben den dortigen Spiel- wie auch Bolzplatz zu verkleinern und die Fläche zum Bau einer KiTa zu nutzen sorgte bei Anwohnern und Besuchern des Spielplatzes für Staunen und Aufregung.

Bei einer Fragerunde, die jüngst direkt vor Ort statt fand, betonte ein Redner der dauerregierenden Spezialdemokraten (SPD), dass drei weitere Alternativ-Grundstücke geprüft worden seien, die aber alle aus verschiedenen Gründen nicht in Frage kämen.

Viele Anwohner aus direkter Umgebung der Heilkenstraße sehen in der Umsetzung des
Bauvorhabens am Heilkenspielplatz jedoch noch weitere sehr ernst zu nehmende Probleme.
Gerade ältere Anwohner der Heilkenstraße sorgten sich sehr, da es sich bei dem zu bebauenden Grundstück um eine ehemalige Müllkippe handelt, auf der damals nicht nur Schutt und Asche entsorgt worden sein sollen.

Dies ist laut einem aktuell erstellten Bodengutachten auch der Grund dafür, dass die entstehende KiTa auf einer sehr kostenintensiven Pfahlbauweise errichtet werden muss, womit die ursprünglichen Kosten dieses Projekts scheinbar doch „ein wenig“ nach oben korrigiert werden müssten.

Die Anwohner beklagen weiterhin, dass der Bau dieser KiTa, sowie eine dazu gehörige Stichstraße, die dann ebenfalls gebaut würde, am wohl schmalsten Stück der Heilkenstraße entstehen soll.

Schon jetzt wirkt der Verkehr auf dieser teils einspurigen Straße sehr überlastet, was durch
zusätzliche Fahrzeuge zu zukünftigen Bring- und Abholzeiten sicher nicht weniger wird.
Auch der tägliche Busverkehr, LKW- und Landwirtschaftsverkehr bereitet den Anwohnern Sorgen.

Mittlerweile wird aber auch noch von anderer Seite geprüft, ob es zwingend notwendig ist den Bau dieser KiTa genau auf der hier letzten großen Grünfläche in Volmarstein Grundschöttel umzusetzen, obgleich es zahlreiche, alternative Baugrundstücke gäbe, die sich mitunter sehr viel günstiger und effizienter anböten und realisieren ließen.

„Das Wetter auf weitere KiTa Plätze angewiesen ist, steht außer Frage, aber wieso soll man dafür diesen einzigartigen Spielplatz mit der tollen Seilbahn am Heilken wegmachen? Warum nutzt man dafür nicht einfach Grundstücke auf denen sowieso gerade nichts passiert, wie z.B. die Parkplätze am alten DEMAG Bürogebäude oder ähnliches?“ fragt sich eine Grundschöttelerin, die mit ihren Enkeln gerne Zeit auf dem Spielplatz verbringt.

Tatsächlich handelt es sich bei dem Grundstück an der Heilkenstraße um ein städtisches
Grundstück. Ob die Möglichkeit bestünde ein nicht-städtisches Grundstück für den Bau einer neuen KiTa auch in Betracht zu ziehen, wurde bislang nicht beantwortet.

Ein anderer Anwohner sagt: „Hier geht es doch überhaupt nicht darum, dass man eine KiTa in Waldnähe bauen möchte um KiTa Plätze zu schaffen und den Spielplatz zu modernisieren. Es geht darum einen Grundstück los zu werden das aufgrund seiner 70-jährigen Vergangenheit ansonsten niemand mehr haben möchte. Wer will denn auch schon sein schönes neues Haus mit Garten auf einer alten Müllkippe bauen, auf der vor etlichen Jahren noch giftige Dämpfe aufstiegen? Aber dann eine KiTa darauf zu errichten, – also ganz ehrlich, das ist schon stark!“

Einige Bürger schlossen sich nun zusammen um sich Hilfe von vielen Seiten zu holen, da sie die Notwendigkeit einer KiTa am Standort Heilkenstraße nicht eindeutig erkennen, und weitere Probleme gelöst sehen möchten.

Am 15. August will sich Parteimeister Hasenberg auf der Wiese am Heilkenspielplatz den
Fragen der Bürger stellen. Anwohner und Aktivisten laden Interessierte und Betroffene ausdrücklich dazu ein, diese Veranstaltung zu besuchen.

Den Bürgern soll an diesem Tag ein Konzept vorgelegt werden, wie der Zukunftsspielplatz ‚Am Heilken‘ aussehen wird, der natürlich aufgrund der Baumaßnahme verkleinert werden muss.

 

Bild: Das geplante Baugrundstück in Grundschöttel (Foto: Privat)

 

2 Kommentare

  1. Die Wiese am Heilkenspielplatz nannte man damals Schlackenkippe, ich erinnere mich.

    AAAAAAber…..
    also ich bin jetzt 46 Jahre alt und habe im Alter von ca. 6 bis 10 Jahren dort im Sommer auf dem Bauspielplatz gespielt, der vom Jugendamt (war doch so?) der Stadt dort für die Kinder veranstaltet wurde.
    Im Winter sind wir alle dort Schlitten gefahren.
    Da gab es keinen Müll, keine aufsteigenden Dämpfe und kein Kind ist dort krank geworden.

    Man muss unserer Generation ja nicht wirklich alles kaputt und schlecht reden, was wir mal hatten. Irgendwann reichts auch mal.
    Wir hatten ne gute Zeit und unsere Umwelt war sauber und gesund!!!

  2. In der Überschrift fehlt der Begriff „ehemalige“ vor „Müllhalde“. Sicher ein Versehen.
    Ferner würde viele Leser vielleicht interessieren, wie viele Kinder seit Bestehen des Spielplatzes bereits aufgrund „giftiger Gase“ beim Spielen erkrankt sind. Haben Sie das mal recherchiert?

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