Die Ruhe aus der Silvesternacht wurde dann an Neujahr um 15:33 Uhr unterbrochen. Die Löscheinheit Esborn und der Einsatzführungsdienst wurden zu einer Ölspur auf der Osterfeldstraße in Wengern alarmiert. Hier liefen aus einem abgestellten Pkw Betriebsmittel aus. Um eine weitere Verschmutzung der Fahrbahn und der Kanalisation auszuschließen, wurde eine Schuttmulde unter dem Fahrzeug platziert. Die bisher ausgelaufenen Mittel wurden durch den Stadtbetrieb abgestreut und das kontaminierte Bindemittel anschließend aufgenommen. Da durch die ebenfalls anwesende Polizei der Halter des Fahrzeuges an seiner Wohnanschrift nicht erreicht werden konnte, wurde ein Abschleppfahrzeug beauftragt. Weitere Maßnahmen waren für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte nicht notwendig und der Einsatz wurde nach einer guten halben Stunde beendet.

Die Löscheinheiten Alt-Wetter, Volmarstein und die Drehleiter wurden um 19:55 Uhr zu einem Brandmeldealarm in der Seniorenresidenz in der Friedrichstraße alarmiert. Als das erste Fahrzeug nach sechs Minuten vor Ort war, wurde der Einsatzleiter schon durch Personal der Einrichtung in Empfang genommen. Hier wurde mitgeteilt, dass es in einem Patientenzimmer im zweiten Obergeschoss eine Verrauchung gegeben hätte. Unverzüglich wurde durch den Einsatzleiter Vollalarm für das Stadtgebiet veranlasst. Bei diesem erfolgt neben der stillen Alarmierung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte über Meldeempfänger auch eine Alarmierung über die Sirenen im Stadtgebiet. Ein Trupp unter Atemschutz ging direkt in das zweite Obergeschoss vor. Parallel wurde mit Unterstützung der Polizei und den Mitarbeitern des Hauses eine Räumung des entsprechenden Bereiches durchgeführt. Insgesamt fünf Personen (1 Bewohner aus dem betroffenen Zimmer und 4 Pflegekräfte) hatten Rauchgase eingeatmet. Die vor Ort durch den Notarzt durchgeführte Sichtung ergab, dass keine Behandlung im Krankenhaus erforderlich war. Durch den Angriffstrupp konnte in dem Zimmer zunächst keine Ursache für die Rauchbildung festgestellt werden, da keine offenen Flammen ersichtlich waren. Die komplette vorhandene Elektrik in dem Zimmer (Lampen, Steckdosen, Pflegebett) wurde mit der Wärmebildkamera ohne Ergebnis kontrolliert. Da keine weitere Gefahr von der Situation ausging, wurde in Absprache mit einer Verantwortlichen der Einrichtung die weitere Nutzung des Zimmers zunächst untersagt, bis die komplette Elektrik überprüft wurde. Weitere Maßnahmen waren für die Feuerwehr, den Rettungsdienst (2 Rettungswagen und 1 Notarztfahrzeug), sowie die Polizei nicht mehr erforderlich, sodass der Einsatz nach guten zwei Stunden beendet werden konnte. Für die Dauer des Einsatzes war die Friedrichstraße in dem Bereich komplett gesperrt.

Während des laufenden Einsatzes wurde das Löschgruppenfahrzeug der Löscheinheit Grundschöttel um 20:39 Uhr zu einem Gefahrguteinsatz in der Wasserstraße alarmiert. An den dortigen Papiercontainern hatte jemand eine gelbe Kiste mit zunächst unbekanntem Inhalt abgestellt. Nach einer ersten Erkundung konnte festgestellt werden, dass es sich bei der Flüssigkeit um Altöl handelte. In Absprache mit der ebenfalls anwesenden Polizei wurde die Kiste durch den Rufbereitschaftsdienst vom Stadtbetrieb aufgenommen und der ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt. Weitere Maßnahmen waren nicht erforderlich und der Einsatz konnte nach 45 Minuten beendet werden.

 

Foto: Alex Talash

 

 

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