Am Ostermontag, 28. März, endet in diesem Jahr die Winterpause der RuhrtalBahn – erstmals in 2016 wird eine Zeitreise in die Eisenbahngeschichte geboten. Unterwegs ist zum Saisonauftakt der mehr als 50 Jahre alte rote Schienenbus der RuhrtalBahn, bekannt als VT 98. In seinen drei Zugteilen bietet er rund 140 Sitzplätze sowie die Möglichkeit, direkt hinter dem Fahrer echtes Lokführerfeeling zu erleben. Auf der rund 45 kilometerlangen Strecke zwischen dem Eisenbahnmuseum in Bochum-Dahlhausen und dem Hagener Hauptbahnhof bieten zehn Haltepunkte in Hattingen, Witten und Wetter beste Möglichkeiten, zu Fuß oder mit dem Rad zu Entdeckungstouren in den Ennepe-Ruhr-Kreis aufzubrechen.

„Wir planen 63 Fahrtage, 11 davon mit Dampfzug. Nach dem Saisonauftakt zu Ostern und weiteren Fahrtagen am 3. und 17. April sowie am 1. und 5. Mai (Christ Himmelfahrt) nimmt der Schienenbus seinen regelmäßigen Betrieb am 6. Mai auf“, kündigt Stefan Tigges, Geschäftsführer der RuhrtalBahn, an. Regelmäßig bedeutet: Bis zum 23. Oktober pendelt der Schienenbus an allen Frei- und Sonntagen auf der Linie „Ruhrtal“.

„Zwischen April und Oktober bleibt es zudem bei dem bekannten Angebot, dass an jedem ersten Sonntag die 1918 gebaute Dampflok 38 2267, die preußische P8, mit ihren nostalgischen Reisezugwagen aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts durch das Ruhrtal schnauft“, setzt Tigges auf Bewährtes. Unter Dampf steht das Ruhrtal damit am 3. April, 1. Mai, 5. Juni, 3. Juli, 7. August, 4. September und 2. Oktober.

An diesen Sonntagen ist der Schienenbus auf der Linie „Teckel“ im Einsatz, verbindet Herdecke und Ennepetal. Als Besonderheiten gelten hier die Fahrt über das Ruhrviadukt sowie die Schienenführung durch die Städte Gevelsberg und Ennepetal. Ebenfalls wissenswert: Am Hagener Hauptbahnhof ist ein direkter Umstieg zwischen den beiden Zügen möglich.

Seit 2005 bietet die RuhrtalBahn nicht nur Eisenbahnromantik nach Fahrplan. Sie ist auch ein touristisches Vorzeigeprojekt und eine Werbelokomotive für Freizeitangebote im Ennepe-Ruhr-Kreis. Kein Wunder, schließlich gilt es, quasi direkt an der Bahnsteigkante jeder Haltestelle Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Die Palette reicht von Burgen und Herrenhäusern über sehenswerte Altstädte bis hin zu Museen, in denen die Industriekultur der Region lebendig wird. „Möglichkeiten, die von unseren jährlich gut 40.000 Fahrgästen gerne genutzt werden“, weiß Tigges.

Die Fahrpreise konnte die RuhrtalBahn auch in diesem Jahr unverändert stabil halten. Personen ab 15 Jahren zahlen für die einfache Fahrt auf der Linie „Ruhrtal“ für die Gesamtstrecke zukünftig im Schienenbus 9 Euro, im Dampfzug 12 Euro. Auf der Linie „Teckel“ sind für eine einfache Fahrt 9 Euro zu zahlen. „Und“, wirbt Tigges, „Familien profitieren weiterhin von folgender Regel: In Begleitung eines Erwachsenen sind bis zu drei Kinder unter 15 Jahren kostenlos unterwegs“. Auch Inhaber der RuhrTopCard haben Vorteile, für sie ist die Fahrt mit dem Schienenbus auf beiden Linien einmalig frei.

Alle Informationen rund um die RuhrtalBahn, Fahrpläne und -preise sowie besondere Themenfahrten durch den Ennepe-Ruhr-Kreis und das Ruhrgebiet liefert der neue Jahresfahrplan. Er ist unter www.ruhrtalbahn.de im Internet zu finden. Alternativ wird er bei Einsendung eines mit 90 Cent frankierten Rückumschlages (RuhrtalBahn GmbH, Honigsberger Straße 26, 45472 Mülheim) Interessierten per Post zugeschickt.

Im letzten Jahr hatte der Kreistag des Ennepe-Ruhr-Kreises das Signal zur Weiterfahrt der RuhrtalBahn bis Ende 2017 auf grün gestellt. In Zahlen: Der Kreis übernimmt jährlich 105.000 der insgesamt 225.000 Euro, die aus öffentlichen Kassen an die RuhrtalBahn fließen. Die restliche Summe wird von den Städten Bochum und Hagen getragen.

 

Archivbild

 

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