Pedro strahlt über das ganze Gesicht: Er ist wieder in seiner Heimat angekommen bei seiner Familie und den Freunden in Angola. Und mit einem gesunden Bein. In der Orthopädischen Klinik Volmarstein wurde er – vermittelt über das Friedensdorf in Oberhausen – behandelt. Dr. Benedikt Leidinger, Chefarzt der Kinderorthopädie sowie ein Team von Ärzten, Pflegekräften, Physiotherapeuten und Orthopädietechnikern korrigierten eine angeborene Knochendeformierung am Schienbein des 14-jährigen Jungen, die durch eine zunehmende Wachstumsstörung ein erheblich verkrümmtes Bein verursachte. Die Evangelische Stiftung Volmarstein übernahm die Kosten für die Behandlung.

Im vergangenen August wurde der Junge aus Angola  zum ersten Mal operiert. Dr. Benedikt Leidinger erklärt: „Pedro konnte in seiner Heimat nicht behandelt werden. Das Bein war erheblich deformiert, so dass er es nicht mehr belastet konnte. Das Ziel war, Pedro auf beiden Füßen zum Stehen und Laufen zu bekommen, um ihm so ein eigenständiges Leben in seiner Heimat zu ermöglichen.“

In einer komplizierten Operation wurden die erkrankten Anteile des Knochens unterhalb des Knieknorpels entfernt, der Knochen gezielt gebrochen und mit einem Ringfixateur in der richtigen Achse neu eingestellt. „Dafür wurde der Ring-Fixateur wird mit einem Schraubsystem Millimeter für Millimeter auseinander geschoben“, erklärt Stephanie Settino. Die Chirurgisch Technische Assistentin (CTA) arbeitete früher selbst ehrenamtlich im Friedensdorf in Oberhausen. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der Klinik kümmerte sie sich liebevoll um den jungen Patienten. Nach neun Monaten konnte Pedro auf beiden Beinen stehend und laufend zurück in seine Heimat fliegen. Die Klinik freute sich nun über seine Grüße aus Angola.

 

Bild: Pedro hat seine Behandlung in der Orthopädischen Klinik Volmarstein abgeschlossen. Stephanie Settino, Siham El Atmani und Oberarzt Dr. Georgios Ioannou freuen sich mit ihm. Foto: ESV

Hinweis: Der Name des Jungen wurde geändert.

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