Vor dem Landgericht in Hagen hat am Morgen der Prozess gegen einen ehemaligen Top-Manager des Sicherheitsunternehmens ABUS begonnen, dem die Staatsanwaltschaft vorwirft, rund 16 Millionen Euro unterschlagen zu haben.

Vor der 1. großen Wirtschafts-Strafkammer legte der heute 70-Jährige ein umfassendes Geständnis ab. Er habe innerhalb von fünf Jahren das Geld auf ein heimlich eröffnetes Geschäftskonto transferiert und dann für ein beispielloses Luxusleben auf den Kopf gehauen.

Da der Angeklagte geständig ist, bleibt für das Gericht nur wenig zu ermitteln. Beobachter gehen davon aus, dass schon nach drei Verhandlungstagen ein Urteil gesprochen werden könnte. Dieses ungewöhnlich kurze Verfahren hätte zur Folge, dass viele interessante Fragen wohl für ewig unbeantwortet bleiben. Dem Unternehmen ist das offenbar sehr recht. Das wollte sich nämlich von Anfang an nicht zu dem Millionencoup äußern.

Dem Angeklagten drohen bis zu zehn Jahre Gefängnis. Sein Geständnis wird sich aber erheblich strafmildernd auswirken.

 

Bild: Landgericht Hagen / Archivbild