Rund einen Monat (seit Anfang Juli) laufen die Hangsicherungsarbeiten oberhalb des RuhrtalRadweges. Inzwischen wurden die Arbeiten abgeschlossen. Die Strecke war vor Beginn der Arbeiten rund ein Jahr gesperrt.

Am Montag, dem 1. August, wird der RuhrtalRadweg offiziell wieder für Radler und Fußgänger freigegeben werden: „Wir konnten gut durcharbeiten“, resümiert Daniel Kühr von der zuständigen, gleichnamigen Fachfirma. „Da wir die Materialien rechtzeitig bestellt haben, kam es auch nicht zu Lieferengpässen.“

Ärgerlich: Die Baufirma musste vor der Sperrung am Kanuclub zusätzlich eine Videokamera installieren, die das unbefugte Betreten der Baustelle festhält. Doofe hatten einige Schläuche durchgeschnitten sowie ein Gerät zerstört. Der Schaden liegt bei mehreren Tausend Euro.

In den letzten Tagen haben die Mitarbeiter vom Fels- und Forstservice Kühr noch die letzten Zäune und Netze zugezogen, Abspannungsseile wurden festgespannt. Der komplette Abbau der Baustelle sowie letzte Reinigungsarbeiten folgen noch.

Der Weg ist jetzt schon nicht mehr abgesperrt: Bauzäune und Schilder müssen jedoch noch von den Firmen beseitigt werden. Bei der Überquerung ist also noch etwas Vorsicht geboten. Außerdem wird der Stadtbetrieb die Trasse richtig säubern, weil noch Erde, kleine Steine und Geäst auf der Strecke liegen.

Eine problemlose Durchfahrt ist im Laufe des Montagnachmittags, 1. August, wieder möglich. Dann wird auch von den Städten Wetter und Herdecke gemeinsam der Radweg offiziell freigegeben und wiedereröffnet.

Zu den Hangsicherungsarbeiten: Auf einem Areal von rund 120 Metern sind Netze und Fangzäune errichtet worden, um die Steinschlaggefahr in diesem Bereich zu beseitigen.

Leonard Gashi vom Ingenieurbüro Ahlenberg bringt die Problematik an dieser Stelle auf den Punkt „Die offene, teilweise schollenartige Felsstruktur an diesem Hang, die unter anderem durch Pflanzenwuchs und höhere Temperaturen brüchiger geworden ist, hat die Maßnahmen und die Sperrung des Areals nötig gemacht. Hier herrscht Lebensgefahr, wenn Gesteinsteile runterfliegen. Es gab zwar eine veraltete, partielle Netzsicherung. Diese war allerdings nicht mehr ausreichend. Die Felsnase dort oben, war aber komplett ungesichert. Hier ist schon bei unseren ersten geologischen Untersuchungen unserer Firma ein DIN A4 großer Felsbrocken heruntergerollt, der gerade eben an mir vorbeiging.“

Die zuständige Firma Kühr hat nun neue Sicherheitsnetze über die alten gelegt und mit Nägeln fixiert. Dazu wurde mit Spezialgerät in den gesamten Felsen gebohrt, um die Netze sowie Fangzäune zu befestigen und Gestein abzufangen. In dem Bereich, wo der Hang abflacht (Richtung Herdecke), gibt es keine zusätzliche Hangsicherung über Netze mehr. Hier sind durchweg die drei Meter hohen Fangzäune aufgestellt. Sie sind mit Fundamenten im Hang befestigt. Insgesamt sind 11 Stützen, 140 Nägel und 500 Quadratmeter Schutznetz verarbeitet worden.

Auf alle Nutzer der wiedereröffneten Trasse, ob mit dem Rad oder zu Fuß dort unterwegs, wartet am Montagnachmittag zwischen 15 und 16 Uhr noch eine kleine Überraschung.
Der Verein „Stadtmarketing für Wetter“ möchte sich herzlich für die Geduld der Wetteraner während der Sperrung des Ruhrtalradweges bedanken und hat dafür eigens einen Eiswagen engagiert.

 

Symbolfoto / Archiv

 

Vorheriger ArtikelFeuerwehr: Hecke brennt – Grund unklar
Nächster Artikel„Wohnungsbrand“: Feuerwehr muss mal wieder Kochtopf bergen

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein